Der Südwesten der USA ist Mex-Mix: Tacos auf dem Teller, Tequila nach dem Rodeo, dazu Sound von Carlos Santana, Los Lobos, Flaco Jimenez. Die Beziehung zwischen den United States of America und den Estados Unidos Mexicanos ist eine Hassliebe – unscheidbar. Dafür sorgt allein schon der gigantische Handel. 2018 summierten sich die amerikanischen Gütereinfuhren aus Mexiko auf 347 Mrd. $, einzig China liefert mehr. Gut ein Viertel der Importe machen Fahrzeuge aus, so wie sie sich hier auf Transportern in Tijuana stauen, an der kalifornischen Grenze. Freilich gelangen auch Drogen (unverzollt) auf den grossen Suchtmarkt sowie Migranten (unkontrolliert) auf den grossen Arbeitsmarkt USA. Den Zustrom aus Mittelamerika versuchten schon Präsidenten vor Donald Trump zu bremsen. Dessen Mauer («big, beautiful wall»), die sich nicht so recht materialisiert, hätten Trump zufolge die Mexikaner bezahlen sollen. Tun sie nicht; sie tun auch nicht viel gegen die Trecks aus El Salvador, Guatemala usf. Nun will Trump die Nachbarn mit einer Importsteuer piesacken, damit die auf ihrer Seite endlich durchgreifen – Erfolgsaussichten ungewiss. Bezahlen werden das am Ende die amerikanischen Konsumenten. Trumps Wähler. (Bild: Omar Martinez/DPA/Keystone)