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CS-Aktien bleiben nach Verkaufsempfehlung unter Druck

Goldman Sachs stuft die Titel der Grossbank von «Neutral» auf «Sell» herunter. Sie rutschen kurzzeitig auf 5.05 Fr. ab.

(AWP) Die Aktien der angeschlagenen Grossbank Credit Suisse (CSGN 5.16 -1.71%) sind am Mittwoch mit weiteren klaren Abgaben in den Handel gestartet, nachdem sie bereits am Vortag mit heftigen Abgaben geschlossen hatten. Für den neuen Abwärtsdruck verantwortlich ist auch eine Abstufung durch die Analysten von Goldman Sachs (GS 354.52 +0.22%) auf «Sell» von bisher «Neutral».

Gegen 10.30 Uhr notieren Credit Suisse noch um 1,16% im Minus auf 5,13 Fr., nachdem sie kurz nach der Eröffnung bis auf ein Tagestief von 5,05 Fr. abgerutscht war. Die Aktien der Konkurrentin UBS (UBSG 15.85 -1.40%) können gleichzeitig leicht zulegen (+0,1%). Der Gesamtmarkt gemessen am SMI (SMI 11'185.09 +0.16%) gibt derweil um 0,5% nach.

Die Credit Suisse-Aktie dürfte sich auch in den nächsten zwölf Monaten deutlich schwächer entwickeln als die Gesamtbranche, schreibt Goldman Sachs-Analyst Chris Hallam in einem Kommentar. Bereits seit Jahresbeginn liege der CS-Titel um rund 60% unter dem Niveau der gesamten Bankenbranche.

Gebremst werden dürfte die CS laut dem Analysten der US-Investmentbank nicht nur in ihrer Investment Bank-Division, die nun verkleinert werden soll. Auch für die Vermögensverwaltung rechnet er kurzfristig mit einer schwachen Performance wegen Geldabflüssen und einem schwachen Markt. Er senkt nun seine Prognosen für den Gewinn pro Aktie für das laufende und die kommenden beiden Jahre, wobei er für das laufende Jahr 2022 von einem Verlust ausgeht. Das Kursziel setzt noch bei 5,80 Fr. an nach bisher 7 Fr.

Bereits am Dienstag hatten die CS-Titel als schwächste Titel um 6,3% nachgegeben. Neben weiteren negativen Analystenkommentaren zu den jüngsten Quartalszahlen der Neuausrichtung hatten auch Herabstufungen des Kreditratings durch Moody’s respektive ein neu «negativer» Ausblick für das Standard&Poor’s-Rating auf der Stimmung der Investoren gelastet. Moody’s hatte auf die Herausforderungen für die Gruppe bei der Umsetzung ihrer Neupositionierung im derzeitigen schwierigen Umfeld verwiesen.

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