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CS-Digitalchefin: «Die Bank wird sich öffnen»

Anke Bridge Haux, Digitalchefin der Credit Suisse (Schweiz), spricht am Fintech-Forum über die Schwierigkeit, bestehende Systeme auf die Bedürfnisse der Kunden abzustimmen.

«Der digitale Umbau und die Öffnung des Banking sind eine lange Reise», sagt Anke Bridge Haux, Digitalchefin der Grossbank, im Rahmen des Finanz und Wirtschaft Forum «Fintech 2018».

Insbesondere wie die alten Systeme den neuen Bedürfnisse der Kunden angepasst werden können, ist für die bestehenden Banken eine grosse Herausforderung. So auch für Credit Suisse. Dabei müsse sich eine Bank klar entscheiden, welche Strategie sie einschlagen wolle, erklärt Bridge Haux.

Grundsätzlich gebe es zwei Ansätze, führt sie aus. «Entweder man geht mit der alten Infrastruktur näher zum Bedürfnis des Kunden, oder aber man baut das System auf der grünen Wiese neu auf.» CS hat sich für den ersten Weg entschieden.

«Altes System gibt Stabilität»

Denn das alte System habe sich bewährt, viel Wissen sei darin enthalten. «Das gibt uns Stabilität, auch wenn die alte Infrastruktur oft sehr produktfokussiert ist.» Entscheidend sei, wie man es näher zum Kunden bringe, glaubt Bridge Haux.

Dazu legt CS den Fokus auf die Verbindung zwischen alten Systemen und den Bedürfnissen der Kunden. Gleichzeitig würden die alten Prozesse nicht einfach automatisiert, sagt Bridge Haux. Oft müssten ganze Abläufe neu gedacht werden, damit sie auch künftig einen Nutzen bringen.

Dabei schaue die Bank auch nach aussen. Von neuen Playern am Markt – insbesondere auch von den Start-ups – könne sie viel lernen. «Wir prüfen auch Partnerschaften, um den Bedürfnissen gerecht zu werden», sagt Bridge Haux.

Datensicherheit muss gewährleistet sein

Angesprochen auf den Trend zum Open Banking antwortet sie, dass sich die Bank mehr öffnen werde. Bei Investmentprodukten seien Plattformangebote schon heute Tatsache. Aber auch im Payment-Bereich oder etwa bei Hypotheken dürfte die Öffnung kommen, glaubt Bridge Haux.

Wichtig sei allerdings, dass die Datensicherheit gewährleistet werden könne. «Um sicher kommunizieren zu können, müssen wir und die anderen Anbieter technisch bereit sein», schränkt Bridge Haux ein. Denn es gehe in der Regel um den Austausch von Daten. Ohne die absolute Sicherheit könne die Bank dem Kunden nicht den gewünschten Service garantieren.

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