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CS erwartet positiven Sondereffekt

Wegen einer Änderung in der Rechnungslegung erwartet die Grossbank ein um 250 Mio. Fr. höheres Zinseinkommen.

(AWP) Die Grossbank Credit Suisse (CSGN 12.205 -0.65%) verzichtet auf eine Umstellung ihrer Berichterstattung in US-Dollar und bleibt beim Schweizer Franken als Berichtswährung. Allerdings werden die risikogewichteten Aktiven (RWA) ab dem vierten Quartal 2019 neu in US-Dollar berechnet, was zu einem Anstieg im Nettozinseinkommens führen soll.

Die Finma habe der Änderung zugestimmt, teilte die CS am Mittwoch mit. Damit könnten die Risiken besser mit den diesen zugrundliegenden Währungen abgestimmt werden. Die Berechnung der RWA in US-Dollar werde in der Folge den Anteil des in Dollar gehedgten Kernkapitals (CET1) auf Gruppenbasis erhöhen.

Darüber hinaus profitiert die Bank von einem Anstieg des Nettozinseinkommens, wobei ein erster Beitrag bereits im vierten Quartal 2019 anfallen sollte. Unter dem Strich dürfte das Nettozinseinkommen durch die Änderung um rund 250 Mio. $ im Jahr ansteigen. Der Anstieg soll zudem über zwei Jahre gehedgt werden, was die Volatilität der Zusatzeinkommen verringern soll.

Der auf dieser Hedging-Strategie und dem derzeitigen Zinsumfeld beruhende jährliche Anstieg des Nettozinseinkommens entspreche einer Verbesserung der Eigenkapitalrendite (Return on Tangible Equity RoTE) um rund 50 Basispunkte, schreibt die CS in der Mitteilung.

Bei der Credit Suisse steht diese Eigenkapitalrendite im Fokus. Mittelfristig soll sie über 12 % steigen. Im zweiten Quartal 2019 lag sie bei 10 %.