Unternehmen / Finanz

Credit Suisse im Tiefflug

Analyse | Die Bank kündigt für das erste Quartal wegen Rechtsrückstellungen einen Verlust an. Dies deutet auf eine markante Abschwächung im operativen Geschäft hin.

Es überrascht nicht wirklich, dass Credit Suisse im ersten Quartal eine Reihe von Sonderbelastungen abrechnen muss. Zusätzliche Rückstellungen für hängige Gerichtsfälle und für verschärfte Kreditrisiken im Zusammenhang mit dem Krieg sowie ein Abschreiber auf die Allfunds-Beteiligung lagen in der Luft. Erschreckend ist aber, wie schnell Credit Suisse rote Zahlen schreibt. Vor einem Jahr brauchte es dafür die gigantische 4,4 Mrd. Fr. teure Pleite des Hedgefunds Archegos. Diesmal reicht eine Sonderbelastung von netto schätzungsweise rund 900 Mio. Fr., zuzüglich Restrukturierungskosten, und schon macht CS einen Quartalsverlust.

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Leser-Kommentare

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Markus Fischer 20.04.2022 - 10:30
Die CS hat ein Führungsproblem mit ihrem CEO Gottstein, der bereits mehrfach die Situation falsch eingeschätzt hat. Letztmals Mitte März, als er den Geschäftsverlauf der ersten beiden Monate als insgesamt solide bezeichnete. Ich denke, so kann es nicht weitergehen, eine Neubesetzung mit einer starken Persönlichkeit ist unabdingbar um nicht noch mehr Vertrauen bei den Kunden zu verlieren nach diesen Archegos… Weiterlesen »