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CS-Fonds: Hebelkredite und versteckte Risiken

Nicht Pech und Unglück sind die Gründe für den Zusammenbruch der Lieferkettenfonds der CS. Sondern blindes Vertrauen und ein heikles Versprechen.

Credit Suisse (CS) pries die vier in Partnerschaft mit Greensill betriebenen Lieferkettenfonds als Alternative zu Bargeld. Supply Chain Finance (SCF) galt als sicher: Risikoklassen eins und zwei von sieben. Diese Einschätzung stellt aus heutiger Sicht einen Etikettenschwindel dar.

Gemäss den Verkaufsunterlagen versprechen die Fonds eine stabile Rendite von 0,8 bis 3,5% über dem 3-Monats-Dollar-Libor, eine kurze Laufzeit, Besicherung durch vom Käufer bestätigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Und das alles mit Versicherungsschutz.

Einen Lombardkredit dazu

Nicht wenige Investoren liessen sich gemäss Informationen der FuW angesichts dieser Traumkonstellation davon überzeugen, zusätzlich einen Kredit aufzunehmen, um noch mehr Fondsanteile zu erwerben. Bei einem Zins für Lombardkredite von vielleicht 0,6% war das ein scheinbar sicheres Zusatzgeschäft für beide Seiten.

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