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CS friert Gelder aus Russland ein

Wegen der Sanktionen der USA gegen Russland sind bei der Grossbank 5 Mrd. Fr. Kundengelder von der Massnahme betroffen.

(Reuters) Die Credit Suisse (CSGN 11.74 -0.63%) hat in Reaktion auf die US-Sanktionen gegen prominente Russen Milliarden an Kundengelder eingefroren. Im zweiten Quartal waren es rund 5 Mrd. Fr., wie aus Angaben der Grossbank hervorging.

Vor den Sanktionen hatten etwa der Oligarch Viktor Vekselberg zu den CS-Kunden gehört. Die Reaktion des Managements unterstreicht die Furcht vieler Banken vor Vergeltungsmassnahmen Washingtons. Die Credit Suisse befolge Sanktionen in allen Ländern, in denen das Institut tätig sei, erklärte eine Konzernsprecherin am Mittwoch.

Dank Bankgeheimnis, politischer Stabilität und zugkräftigen Urlaubsorten wie St. Moritz und Zermatt ist die Schweiz zu einem der wichtigsten Ziele für Gelder geworden, die aus Russland verschoben werden. 2017 gingen rund 6,2 Mrd. $ oder 14% aller grenzüberschreitenden Abflüsse aus Russland in die Schweiz, wie Daten der russischen Notenbank zu entnehmen ist.

Doch Massnahmen wie die von der Credit Suisse könnten dem Ruf der Schweiz als sicherem Anlagehafen für reiche Russen schaden. Das US-Finanzministerium hatte im April gegen sieben Russen und zwölf von deren Firmen Strafmassnahmen verhängt, unter anderem weil sich Russland in den US-Präsidentschaftswahlkampf eingemischt haben sollen.

Die US-Sanktionen gelten zwar nicht für die Schweiz, doch halten sich die meisten Institute daran, weil sie von Transaktionen in Dollar abhängig sind. Die Credit Suisse ist ein gebranntes Kind: Sie musste 2009 wegen Geschäften mit dem von Sanktionen betroffenen Iran 500 Mio. $ bezahlen.

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