Unternehmen / Finanz

Credit Suisse räumt auf

Analyse | Die Grossbank erhöht wegen des US-Hypothekenstreits ihre Rückstellungen. Alte Rechtsfälle sorgen im vierten Quartal für einen Verlust.

So viel war nicht erwartet worden. Credit Suisse erhöht die Rückstellungen für Rechtsfälle im Zusammenhang mit US-Zivilklagen wegen Missbräuchen beim Vertrieb von wohnbaugesicherten Wertpapieren (RMBS) um 850 Mio. $.  

Am 1. Dezember hatte Credit Suisse nach einem ungünstigen Gerichtsurteil im Streit mit dem Hypothekarversicherer MBIA angekündigt, zusätzliche Rückstellung von 380 Mio. $ vornehmen zu müssen. Der Fall geht auf Aktivitäten im Jahr 2007 zurück. 

Über die Bücher gegangen

Zwar insistiert die Bank, sie sei «überzeugt, dass sie über starke Berufungsgründe verfügt». Dennoch hatte sie bekanntgegeben, die Rückstellungen überprüfen zu wollen. Eine Analyse einer Handvoll ähnlich gelagerter ziviler Rechtsfälle im US-Hypothekengeschäft ergab nun weiteren Rückstellungsbedarf, sodass sich die Gesamtsumme auf 850 Mio. $ stellt, wie die Bank mitteilte. Dies war vom Markt so nicht erwartet worden, zumal der Betrag ein laufendes RMBS-Verfahren des US-Bundesstaates New Jersey gegen die Bank nicht abdeckt.  Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?