Unternehmen / Energie

CS-Spin-off schlägt wieder zu

Die Köpfe hinter der Übernahme von Alpiq setzen diesmal auf Baywa r.e. – und damit auf eine Pipeline von Projekten.

Diesmal ging es geschmeidiger: Keine vier Monate nach der Ankündigung ist der Deal von Energy Infrastructure Partners mit Baywa r.e. besiegelt. Energy Infrastructure Partners (EIP) hiess vor kurzem noch Credit Suisse Energy Infrastructure Partners (CSEIP), und die beiden Gründer Roland Dörig und Dominik Bollier waren schon die Köpfe hinter dem Alpiq-Deal.

Damals verkündete CSEIP im April 2019, mit den Pensionsgeldern der Credit Suisse Anlagestiftung bei Alpiq einzusteigen und den Schweizer Energieversorger mit weiteren Grossaktionären komplett zu übernehmen. Hindernis bei der Umsetzung dieses Plans waren rund 12% des Aktienkapitals im Free Float, und somit zahlreiche Alpiq-Aktionäre, die den gebotenen Übernahmepreis als zu tief kritisierten. Die für die Abfindungsfusion (Squeeze-out Merger) erforderlichen 90% errangen die Ankeraktionäre erst über ein Jahr später.

Investition in die Zukunft

Bei Baywa beteiligen sich die von EIP beratenen Pensionskassen über eine Kapitalerhöhung an der Tochter Baywa r.e. Dem Mutterkonzern, quasi dem deutschen Pendant zur Fenaco, tut die Kapitalspritze in die Tochtergesellschaft gut (vgl. Chart). Und bei der Tochter gab es diesmal keine Aktionäre, die Ansprüche hätten stellen können. Für die 49%-Beteiligung am Eigenkapital von Baywa r.e. zahlen die Fonds 530 Mio. € und investieren im Wesentlichen in eine Pipeline von Solar- und Windenergieprojekten. Die elektrische Leistung der projektierten Anlagen beträgt insgesamt 13 Gigawatt (GW). Zum Vergleich: In Deutschland sind derzeit Fotovoltaikanlagen mit rund 50 GW installiert. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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