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UBS und CS erhalten von USA mehr Zeit für Notfallpläne

Die beiden Schweizer Grossbanken sowie Deutsche Bank und Barclays müssen den US-Aufsehern im Sommer 2021 vollständige Notfallpläne vorlegen.

(AWP) Die Geldinstitute Credit Suisse (CSGN 12.72 0.43%), UBS (UBSG 11.37 0.62%), Deutsche Bank (DBK 7.334 0.31%) und Barclays (BARC 148.67 -0.48%) haben von US-Aufsehern mehr Zeit für die Einreichung vollständiger Notfallpläne erhalten. Diese müssen sie nun bis zum 1. Juli 2021 den Finanzaufsehern der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) und der Einlagensicherung FDIC unterbreiten.

Begrenzte Pläne müssten diese vier Grossbanken bereits bis zum 1. Juli 2020 vorlegen, teilten die US-Behörden am Freitagabend in einem Communiqué mit. Darin sollen die Geldhäuser beschreiben, wie sie die im Dezember 2018 festgestellten Mängel behoben haben, und Aktualisierungen zu bestimmten Lösungsprojekten vorzulegen.

Im Dezember 2018 hatten die Banken von US-Aufsehern grünes Licht für ihre Notfallpläne erhalten. Die Pläne hätten zwar Schwächen, diese seien aber nicht so schwerwiegend, dass zusätzliche Auflagen nötig würden. Insgesamt hatten die US-Aufseher 82 ausländische und 15 amerikanische Banken untersucht.

Die «Testamente» der Banken waren eine Reaktion auf die grosse Finanzkrise, als der Crash der Investmentbank Lehman Brothers 2008 die Weltwirtschaft erschütterte. Erstmals forderten die US-Behörden 2012 detaillierte Abwicklungspläne von den Geldhäusern ein, mit denen die Institute eine für die restliche Finanzwelt risikolose Abwicklung im Fall des eigenen Zusammenbruchs sicherstellen sollten.

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