Unternehmen / Finanz

CS will Risikokompetenz stärken

Die Grossbank will zwei neue VR-Mitglieder wählen lassen: Ex-UBS-Topmanager Axel Lehmann und Juan Colombas, Weggefährte des neuen CS-Präsidenten.

Credit Suisse muss ihre Probleme im Risikomanagement angehen. Dafür will sie den ehemaligen UBS-Manager Axel Lehmann in den Verwaltungsrat (VR) wählen lassen, der bei der Konkurrentin am Paradeplatz hohe Positionen durchlaufen hat. Zudem soll an einer ausserordentlichen Generalversammlung (GV) am 1. Oktober Juan Colombas in das CS-Aufsichtsgremium gewählt werden. Er ist ein alter Weggefährte des neuen Präsidenten António Horta-Osório. Dieser hat nach milliardenteuren Debakeln versprochen aufzuräumen und will Ende 2021 seine neue Strategie vorstellen.

Credit Suisse hat im ersten Halbjahr 5 Mrd. Fr. mit ihrem kollabierten Hedge-Fund-Kunden Archegos verpulvert, was die Bank unter anderem zur Kapitalerhöhung zwang. Zugleich ging die Gesellschaft Greensill, mit der CS in ihrem Asset Management Fonds aufgelegt hatte, bankrott. Schon sammeln sich hier Kläger gegen die Grossbank. Die Finanzmarktaufsicht ermittelt gegen die Bank. Dann machte diese Woche der «Tagesanzeiger» publik, CS habe 3,5 Mio. Fr. Coronakredite an den Betreiber einer Arztpraxis-Kette ausgezahlt, der diese aufgrund von Betreibungen nie hätte erhalten dürfen.

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