Unternehmen / Finanz

CS zieht sich aus Vergleichsverhandlungen zurück

Laut der «Financial Times» hat die Grossbank ihre Verhandlungen mit GFG über den Greensill-Fall beendet.

(AWP) Die Credit Suisse (CSGN 6.97 +3.20%) hat laut einem Medienbericht Gespräche mit der GFG Alliance des Stahlunternehmers Sanjeev Gupta im Zusammenhang mit dem Greensill-Fall beendet. Die Grossbank habe sich aus Vergleichsverhandlungen zurückgezogen, schrieb die «Financial Times».

Daher werde am Dienstag vor einem britischen Gericht eine Insolvenzanhörung zu GFG beginnen, wie die Zeitung unter Berufung auf Personen, die mit dem Verfahren vertraut sind, berichtet.

Die Credit Suisse habe Gupta in ihrem Bemühen um eine Einigung mit dem Industriellen im vergangenen Jahr mehrmals mehr Zeit eingeräumt. Laut Insidern sei das Verhandlungsteam der Bank aber frustriert über den Mangel an Fortschritten, schreibt die FT.

Die GFG Alliance von Sanjeev Gupta ist der grösste Schuldner der mit der insolventen Greensill Capital erstellten «Lieferketten-Finanzierungsfonds» der CS. Die Bank musste wegen des Zusammenbruchs von Greensill Anfang März 2021 die Liquidierung ihrer mit der Gesellschaft geführten Fonds mit einem Vermögen in der Höhe von insgesamt rund 10 Mrd. $ bekanntgeben.

Wie bereits im Oktober 2021 mitgeteilt, erhielt die CS von der GFG Alliance eine Zahlung von 129 Mio. australischen Dollar respektive rund 96 Mio. $. Die Bank hatte damals eigentlich weitere Zahlungen in Höhe von 240 Mio. australischen Dollar einschliesslich Zinsen erwartet, die bis spätestens Mitte 2023 erfolgen sollten.

Die Credit Suisse wollte den Medienbericht auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP nicht kommentieren.

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