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Currency Boards sind besser als ihr Ruf

Mit dem Vorschlag aus den USA, Hongkongs Währungsanbindung an den Dollar zu unterminieren, wurde ein neues Kapitel in Sachen Währungskrieg geöffnet.

Als der Expertenstab im Weissen Haus Anfang Juli zusammenkam, um mögliche Vergeltungsmassnahmen gegen China zu diskutieren, das soeben sein antiliberales Sicherheitsgesetz in Hongkong durchgesetzt hatte, wurde auch der Hongkong-Dollar zur Zielscheibe erklärt. Man solle ihn unterminieren, wurde dem US-Präsidenten vorgeschlagen. Das Weisse Haus liess die Idee dann fallen, wie es Journalisten Tage später informierte.

Aber der Vorstoss hat ein neues Kapitel in Sachen Währungskrieg geöffnet. Es geht nicht mehr nur darum, den eigenen Wechselkurs zu beeinflussen, um wirtschaftliche Vorteile gegenüber einem Konkurrenten zu erzielen – also die eigene Währung abzuwerten, um günstiger Waren exportieren zu können. Nein, hier wurde vorgeschlagen, das Währungssystem eines anderen Landes zu stören, um eine Volkswirtschaft zu destabilisieren. Ausgangspunkt sind die Währungsanbindungen an den Dollar oder andere Währungen – sogenannte Pegs –, die viele Länder unterhalten. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?