Unternehmen / Industrie

Meier Tobler holt tief Luft

Analyse | Der Klimatechniker verspricht für 2020 eine Stabilisierung und Besserung im Folgejahr.

Meier Tobler hat ein Krisenjahr hinter sich. Wie befürchtet hat der Cyber-Angriff, der den Klimatechniker im Sommer mehrere Tage komplett lahmgelegt hatte, Spuren hinterlassen. Das Ereignis kam in einem Moment, als die Integration der fusionierten Walter Meier und Tobler Haustechnik ohnehin Probleme bereitete. Dies brachte Rückschläge im Bereich Heizsysteme mit sich, in Form mangelnder Kundennähe und Verlust von Marktanteilen. Im fortgeführten Geschäft verringerten sich daher Umsatz und Ebitda. Immerhin bewegte sich der operative Cashflow auf gutem Niveau.

Wie angekündigt wird es auch für 2019 keine Dividende geben. Dies ist der finanziellen Situation geschuldet, auch wenn sich diese entspannt hat. Per Ende 2019 erreichte die Nettoverschuldung 82 (i. V. 106) Mio. Fr. Per Ende April 2020 wird zudem eine Liegenschaft aus einem Leasingvertrag ausgekauft und weiterveräussert. So gewinnt das Unternehmen erstens Flexibilität für den mittelfristig geplanten Umzug in ein neues Logistikzentrum (Fertigstellung 2023). Zweitens werden die Nettoschulden um 26 Mio. auf rund 55 Mio. Fr. sinken. Das Verhältnis aus Nettoschulden und geschätztem Ebitda 2020 werde sich daher klar verbessern, von bisher 3 auf rund 2, sagte Finanzchef Lukas Leuenberger an der Medienkonferenz.

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