Unternehmen / Industrie

Dätwyler-Aktien verlieren trotz guter Nachrichten

Analyse | Die Titel sind attraktiv, die Bewertung aber etwas überstrapaziert. Das zeigt sich an der Kursreaktion vom Dienstag.

Der Dichtungshersteller Dätwyler ist im vergangenen Jahr nicht nur wegen der Pandemie gefordert gewesen, sondern auch aufgrund einer riesigen Reorganisation. Das Urner Unternehmen hat seine langjährigen Sorgenkinder, die kaum profitablen Elektronikhandelsmarken Distrelec und Nedis, vergangenen Frühling verkauft. Ein sinnvoller Schritt, der aber unerfreuliche Spuren in den Jahresabschlüssen von 2019 und 2020 hinterlässt.

Dätwyler musste die Marken mit hohem Buchverlust veräussern, weshalb das Jahresergebnis, über das Dätwyler am Dienstag informierte, zum zweiten Mal tiefrot ausfiel. Das ist unschön, für das künftige Geschäft aber kaum von Bedeutung. Denn die Verluste sind nicht liquiditätswirksam und somit für den Aktienkurs nicht relevant. Die finanzielle Aufstellung ist weiterhin solide, und das Geschäft an sich ist mit der Abspaltung wesentlich attraktiver geworden. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?