Unternehmen / Industrie

Dätwyler gelingt mit Spartenverkauf ein Befreiungsschlag

Dätwyler bestätigt, was der Markt erwartet hat: Der Konzern verkauft des margenschwache Handelsgeschäft mit Elektronik.

Es ist ein Befreiungsschlag: Nach Monaten der Spekulation trennt sich Dätwyler von ihrem Sorgenkind, dem Handelsgeschäft mit Elektronik. Der Schritt ist sinnvoll. Ohne diese Sparte steht Dätwyler besser da. Das verbleibende Dichtungsgeschäft ist mit seinen Nischenprodukten, etwa Stopfen für Spritzen oder Beschichtungen für Nespresso-Kapseln, sehr erfolgreich und schreibt Ebit-Margen im Bereich von 18%. Die Elektronikhandelssparte kam hingegen auf lediglich rund 3%. Um langfristig eigenständig erfolgreich zu sein, war sie zudem zu klein.

Für zwei der drei Marken der Elektronikhandelssparte (genannt: Technical Components), Distrelec und Nedis, hat das Urner Unternehmen bereits einen Käufer gefunden: das deutsche Private-Equity-Unternehmen Aurelius, das gemäss Mitteilung von Dätwyler Eigentümer mehrerer Distributionsunternehmen ist. Welchen Preis Aurelius zahlt, ist nicht bekannt. Die Vertragsparteien hätten darüber Stillschweigen vereinbart, heisst es in der Mitteilung. Ein Analyst der Bank Vontobel schätzt den Preis auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag in Franken.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.