Unternehmen / Konsum

Daniel Loeb steigt bei Richemont ein

Das Interesse des Aktivisten Daniel Loeb am Luxusgüterhersteller bringt Bewegung in den Aktienkurs. Die Semesterzahlen folgen am Freitag.

Die Aktien des Luxusgüterkonzerns Richemont sind zum Wochenstart auf reges Interesse gestossen. Im Handelsverlauf gewannen sie am Montag bis zu 5%. Hintergrund war ein Artikel des Onlinebranchenmagazins «Miss Tweed», wonach das Unternehmen in den Fokus des aktivistischen Hedge Fund Third Point geraten sei. Der Fonds von Daniel Loeb habe eine «signifikante Position» in Richemont aufgebaut. Richemont wollte die Meldung auf Anfrage von «Finanz und Wirtschaft» ebenso wenig  kommentieren wie Third Point.

Loeb soll zusammen mit dem ebenfalls in den USA beheimateten Fonds Artisan Partners Druck auf Richemont-Verwaltungsratspräsident und Mehrheitsaktionär Johann Rupert (51% der Stimmen) ausüben und ihn zu Massnahmen zur besseren Entwicklung des Börsenkurses bewegen. Loeb hat bisher nichts zu seinem möglichen Engagement verlauten lassen, entsprechend sind auch keine allfälligen Forderungen bekannt.

Ungleiches Gespann

Third Point bzw. Loeb gelten als aggressive Investoren. Aktuell fordert Loeb etwa die Aufspaltung des Ölkonzerns Royal Dutch Shell. In der Schweiz wurde er bekannt, als er 2017 den Nahrungsmittelhersteller Nestlé herausforderte. Teilweise rannte er mit seinem Ansinnen, etwa einer aktiveren Portfoliopolitik, beim neuen CEO Mark Schneider offene Türen ein. Mit der Forderung, die Beteiligung am Kosmetikhersteller L’Oréal zu verkaufen, ist er dagegen nicht durchgedrungen.

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