Unternehmen / Finanz

Das Bollwerk der grossen CS-Aktionäre

Einige wenige bedeutende Aktionäre haben bei Credit Suisse seit Jahren das Sagen. Scharfe Strategiewechsel sind schon deshalb unwahrscheinlich.

Sie bewegen sich doch, die Grossaktionäre der Credit Suisse. In einer Offenlegungsmeldung hat die Norges Bank mitgeteilt, dass ihr Anteil an Credit Suisse per 6. April unter 3% gefallen ist. Mit einer Beteiligung von 2,79% an CS ist der norwegische Staatsfonds nicht mehr meldepflichtig.

Damit scheint sich der harte Kern der bedeutenden Aktionäre der Credit Suisse doch etwas aufgeweicht zu haben. Der norwegische Staatsfonds war seit 2012 ständig auf der Liste der CS-Grossaktionäre vertreten. Per Ende 2020 mit einem Anteil von 4,98%. Ebenso lange dabei ist die US-Investmentgesellschaft Harris Associates, die zur französischen Investmentbank Natixis gehört, die wiederum Teil der französischen Sparkassen (Caisse d’​Epargne) und Genossenschaftsbanken (Banques Populaires) ist.

Harter Kern seit vielen Jahren

Noch länger ununterbrochen dabei sind die Olayan Group, das internationale Investitionsvehikel der saudischen Olayan-Familie, sowie Qatar Holdings, der Staatsfonds von Katar. Beide sind seit 2008 massgeblich in CS investiert. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

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Markus Fischer 14.07.2021 - 18:11
Die Ankeraktionäre haben die letzten 10 Jahre total versagt wie der Kursverlauf der CS deutlich aufzeigt. Es wurde an Rohner und anderen VR Mitglieder und Topbanker festgehalten obwohl die jeweils genannten Gewinnziele nie eingehalten werden konnten und dauernd nach unten revidiert werden mussten. Dadurch wurden über all die Jahre praktisch nie die Kapitalkosten verdient, für die Aktionäre jedoch gigantischer Shareholdervalue… Weiterlesen »
Horst Klophaus 16.07.2021 - 06:46

Aus Schaden wird man Klug, heisste es. Ich jedenfalls habe in diesem Fall den Glauben daran verloren.