Märkte / Derivate

Das Diamantenfieber hat sich abgekühlt

Die Edelsteinpreise schwächeln. Förderkürzungen und Marketing sollen die Wende bringen.

Wer Diamanten als Investment hält, hat in den letzten Jahren kein gutes Geschäft gemacht: Während Anlagen wie etwa Aktien oder Immobilien eine klare Wertsteigerung erfuhren, haben die Edelsteine tendenziell an Boden eingebüsst. Zwar spricht einiges dafür, dass sich im Markt das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage verbessert – und damit auch die Notierungen wieder zulegen. Dennoch sind Diamanten noch immer weit davon entfernt, sich als transparente und liquide Anlage etablieren zu können.

Mehrere Faktoren haben die Diamantenpreise unter Druck gebracht – so etwa die Turbulenzen im Welthandel und die Unruhen in Hongkong. Entsprechend hat sich 2019 das globale Nachfragewachstum von rund 4% auf 0 bis 2% verlangsamt. Von den demografischen Trends geht ebenfalls wenig Schub aus: Zwar hofft die Branche darauf, dass die wachsende Mittelschicht in den Schwellenländern für eine Nachfragebelebung sorgt. Weltweit wird jedoch immer später und seltener geheiratet. Damit schwächt sich der Bedarf an Diamanten als Hochzeitsschmuck ab.

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