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Das erste Opfer des Inflationsschubes

Andreas Neinhaus

An den Märkten geht erneut das ­Inflationsgespenst um. Interessanterweise reagieren die Zentralbanken betont unbeeindruckt. Aber es gibt eine Ausnahme: Ungarns Nationalbank deutet an, dass sie bereits im Juni die Leitzinsen erhöhen wird. Damit wäre sie die erste Notenbank in Europa, die aus dem Teuerungsschub die Konsequenzen zieht.

Der Vizegouverneur der ungarischen Nationalbank (NBH) sagte diese Woche, dass es an der Zeit sei, die Zügel zu straffen. Im Juni sollten der Leitzins und der einwöchige Einlagensatz erhöht werden, zeitgleich mit der Veröffentlichung des ­Inflationsberichts der NBH. Interessant ist seine Begründung: Das Risiko, dass die Inflation weiter steigt, nehme angesichts der wirtschaftlichen Erholung zu, eine Notenbank müsse proaktiv darauf reagieren. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?