Märkte / Makro

Das Eurokrisen-Barometer schlägt aus

Die Zahlungsungleichgewichte wachsen rasant und wecken böse Erinnerungen: 2012 signalisierten solche hohen Target-Salden eine Kapitalflucht aus Südeuropa.

Eines der wichtigsten Eurokrisenbarometer schlägt wieder aus. Die Target-2-Salden sind auf Niveaus gestiegen, die nur noch knapp unter den Spitzenwerten von 2012 liegen, als die Währungsunion auseinanderzubrechen drohte. Das Schema ist das alte: Die Wackelstaaten der bisherigen Eurokrise – Griechenland, Italien, Portugal und Spanien – weisen Defizite von 732 Mrd. € aus, in Deutschland hat sich ein Überschuss von 660 Mrd. € angehäuft.

Die Salden spiegeln die Zahlungsströme zwischen den Staaten. Da sämtliche internationalen Zahlungen, Überweisungen und Transfers elektronisch über das Abwicklungssystem der Zentralbanken Target 2 ablaufen, tragen die Überschüsse und die Defizite seinen Namen. Negativsalden bedeuten, dass sehr viel Geld aus dem jeweiligen Land abgeflossen ist, Positivsalden, dass Geld zuströmt.

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Leser-Kommentare

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Willy Huber 23.09.2016 - 14:13
Es kommt so, wie es kommen muss. Leider werden sich die Verantwortlichen den Folgen nicht mehr stellen müssen, weil sie bis dann zurückgetreten (worden) sind oder nicht mehr unter uns weilen. Bis dahin können sie sich ja noch an den früher eingefahrenen Pfründen gütlich tun. Das hat nun mit Black Swan nichts mehr zu tun, weil es vorhersehbar war und… Weiterlesen »