Märkte / Makro

Das Fed erhöht den Leitzins um 50 Basispunkte

Im Kampf gegen die Inflation greift die US-Notenbank zum grössten Zinsschritt seit dem Jahr 2000. Die Absage von Fed-Chef Powell an eine Erhöhung von 75 Basispunkten lässt die Aktienkurse allerdings kräftig steigen.

Wie erwartet hat die US-Notenbank Fed den Leitzins an ihrer Sitzung am Mittwoch um 50 Basispunkte (Bp) angehoben. Das hat der geldpolitisch entscheidende Offenmarktausschuss (FOMC) einstimmig beschlossen. Das Zielband des Leitzinses reicht nun von 0,75 bis 1%.

Es ist der erste Zinsschritt dieser Grösse seit 22 Jahren. Bereits an der Sitzung im März wollte das Fed eigentlich so weit gehen. Aufgrund der Unsicherheit rund um den Ukrainekrieg hob es den Leitzins dann doch nur standardmässige 25 Bp von der Nulllinie weg.

Angesichts einer Inflation auf Vierzigjahreshoch – im März lag die Teuerung bei 8,5% – erwartete der Markt, dass das Fed sein strafferes Tempo beibehalten und sogar noch erhöhen würde. Für die kommende Fed-Sitzung im Juni rechnete er deshalb bislang mit einem Zinsschritt von 75 Bp. Dem trat Fed-Chef Jerome Powell an der Medienkonferenz am Mittwoch entgegen: Der Offenmarktausschuss ziehe einen solchen Schritt «nicht aktiv in Betracht», sagte er.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?

Leser-Kommentare