Märkte / Makro

«Das Fed lässt keinen zu starken Zinsanstieg zu»

Norman Villamin, CIO Wealth Management von Union Bancaire Privée, hält die Furcht vor deutlich höheren Zinsen für verfrüht. Er zieht Bergbautitel den Bankaktien vor.

Herr Villamin, der Sturm auf das US-Kapitol hat die USA erschüttert. Welche Bedeutung messen Sie dem Vorfall zu?
Er könnte langfristig weitreichende Folgen haben. Es war schon länger zu beobachten, dass sich die zentristische Natur der USA ändert und die Polarisierung zunimmt. Der Angriff aufs Kapitol hat den Prozess beschleunigt.

Norman Villamin von UBP sieht auch beim Dollar keine Trendwende. (Bild: zvg)

Was bedeutet das für den Rest der Welt?
Für Europa ist es ein Weckruf, seine Aussen- und Wirtschaftspolitik eigenständig zu gestalten, ohne sich auf die USA zu verlassen. An der Debatte über das Investitionsabkommen der EU mit China hat man erkennen können, dass Europa sich noch nicht für die eine oder die andere Seite in der bipolaren Welt entschieden hat und einen eigenen Weg sucht. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?