Märkte / Makro

Das Fed schmiedet Rückzugspläne

Die US-Notenbank macht sich Gedanken über die Normalisierung der Geldpolitik. Ein neues Instrument soll dabei eine Schlüsselrolle spielen.

Während EZB-Chef Mario Draghi die Märkte auf ein neues Stimulusprogramm einstimmt, beschäftigen sich die Währungshüter auf der anderen Seite des Atlantiks mit ganz anderen Fragen. Die Zeichen mehren sich, dass die US-Wirtschaft nach dem Rückschlag im ersten Quartal an Fahrt gewinnt. Hält dieser Trend an, muss sich das Fed bald konkrete Gedanken über den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik machen.

In einer Reihe von aussergewöhnlichen Massnahmen hat das Federal Reserve den Leitzins seit Ende 2008 auf nahezu null gesenkt und seine Bilanz von 800 auf mehr als 4300 Mrd. $ aufgebläht. Dieser Ballast macht die Rückkehr zur konventionellen Geldpolitik nicht einfach. Die US-Notenbank hat zwar reichlich Erfahrung darin, wie man die Zügel an den Finanzmärkten strafft. Noch nie in ihrer hundertjährigen Geschichte musste sie aber zugleich eine so massive Bilanz bewirtschaften. Auch wenn die erste Zinserhöhung wohl noch gut ein Jahr in der Ferne liegt, wird im Fed deshalb bereits darüber diskutiert, wie der Rückweg zur Normalität aussehen könnte.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare