Märkte / Makro

Das Fed sucht den Weg

Die amerikanische Zentralbank hat den Panikmodus verlassen. Einfach wird ihre Geldpolitik deswegen aber nicht.

Die Worte von Jerome Powell, Chef des Federal Reserve, haben Gewicht. Das zeigte er am 23. März: Als sich an Wallstreet die Furcht vor einer Finanzkrise ausbreitete, kündigte der oberste Währungshüter von Amerika eine Reihe von Massnahmen zur Stabilisierung der Kreditmärkte an. Dazu gehörte erstmals in der Geschichte der US-Notenbank auch ein Kaufprogramm für Unternehmensanleihen. Damit hatte er Erfolg.

Heute ist an Wallstreet von Stress nicht mehr viel zu sehen. Die Risikoaufschläge am Kreditmarkt sind gesunken, und Unternehmen emittieren Anleihen wie kaum je zuvor. Von Januar bis Mai hatten sie bereits mehr als 1 Bio. $ an Schuldpapieren herausgegeben – fast doppelt so viel wie im gleichen Zeitraum in den Jahren zuvor.  Und das, obwohl das Fed bis dato noch keine einzelnen Unternehmensanleihen gekauft hat. Denn das Programm ist noch gar nicht in Betrieb.

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