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«Das Fed wird Anleihen schneller verkaufen als 2017»

Norman Villamin, Anlagechef Wealth Management von Union Bancaire Privée, erwartet einen radikalen Kurswechsel in der Geldpolitik. Aktien dürften das besser meistern als Anleihen.

Die Zeiten werden zwar ruppiger, aber mit Aktien ist man für 2022 gut gerüstet. So sieht Norman Villamin die Risiken im Hinblick auf eine nahende Straffung der US-Geldpolitik. Er ist seit sechs Jahren Anlagechef des Wealth Management der Genfer Privatbank Union Bancaire Privée, die in Zürich unter anderem an bester Adresse am Beginn der Bahnhofstrasse gleich gegenüber der Nationalbank residiert. Mit verwalteten Vermögen von 161 Mrd. Fr. zählt UBP zu den grösseren Vermögensverwaltern der Schweiz.

Herr Villamin, die Zins-Futures-Märkte preisen bereits drei bis vier Leitzinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed dieses Jahr ein. Was erwarten Sie?
In einer Situation wie jetzt, in der die Inflation hoch und die Arbeitslosigkeit sehr niedrig ist, würde man eine scharfe geldpolitische Reaktion erwarten. Drei bis vier Leitzinserhöhungen sind möglich. Das wäre aber ein riskantes Unterfangen. Ich glaube eher, dass das Fed die Zinsen weniger stark anhebt, vielleicht im März und dann nochmals im Juni, aber danach den Fokus bei der Straffung der Geldpolitik auf die Kürzung der Bilanz verschiebt. Es dürfte dabei noch entschiedener vorgehen als 2017, als es monatlich Papiere im Umfang von 30 bis 40 Mrd. $ verkaufte.

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