Unternehmen / Ausland

Mary Powell: Das Frausein macht sie frei

Mary Powell hat den US-Energieversorger Green Mountain Power transformiert. Jetzt ist sie CEO des Solarspezialisten Sunrun.

Ausgerechnet in der Strombranche gibt es auffallend viele Frauen, die ein Unternehmen führen. Ende letzten Jahres stand an der Spitze von fünf von 29 im S&P 500 gelisteten Energieversorgungsunternehmen eine Frau. In der Schweiz ist die Entwicklung besonders augenfällig; seit 2013 werden zwei der drei grossen Energiekonzerne, namentlich BKW und Alpiq, mit einem kurzen Unterbruch bei Alpiq von Frauen geführt.

Kaum eine Branche ist so starkem Wandel unterworfen wie die Strombranche. Kohle- und Atomkraftwerke werden vielerorts durch Solar- und Windenergie ersetzt. Das bringt nicht nur einen Technologiewechsel, sondern auch einen Systemwandel mit sich. Das zentralisierte Stromnetz mit grossen Kraftwerken wird dezentraler, mit zahlreichen kleineren Anlagen. Manche Haushalte, bis anhin ausschliesslich Verbraucher, speisen nun ihren selbst produzierten Strom ins Netz ein und erwarten dafür eine Vergütung vom Stromversorger.

Strombranche im Umbruch

Damit liegt auf der Hand, warum gerade in der mehrheitlich von Männern bevölkerten Strombranche relativ häufig eine Frau CEO ist: Die Energieversorger müssen ihr Geschäftsmodell komplett neu ausrichten, und dafür braucht es frische Ideen. Sie einzubringen, fällt jenen leichter, die nicht schon jahrzehntelang in der Branche tätig sind, und das sind oft Frauen.

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