Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier US-Wahlen 2020
Märkte

Das Geld wird knapper

Ohne neues Fiskalpaket gerät der US-Konsum ins Stocken.

Nur knapp vier Wochen vor den US-­Präsidentschaftswahlen treibt der Amtsinhaber ein gefährliches Spiel. Und damit ist nicht sein fahrlässiger Umgang mit Covid-19 gemeint, der das Weisse Haus zu einem Krisenherd der Pandemie gemacht hat. Kaum aus dem Spital, schockte er vielmehr eine grosse Zahl von Wählern und Investoren mit der Ansage, dass sich seine Partei vor den Wahlen nicht auf weitere Verhandlungen über ein Corona­hilfspaket einlassen werde.

Selbst wenn er dies auf typisch erratische Art kurz darauf durch einen Tweet abschwächte – die US-Aktienmärkte hatten sofort korrigiert –, bleibt die Unsicherheit für Unternehmen und Privathaushalte bestehen. Den Deal zu weiteren Finanzhilfen wird es wohl so schnell nicht geben. Die Kluft zwischen den Demokraten, nach deren Wunsch ein Stimuluspaket mit einem Volumen von 2,2 Bio. $ geschnürt werden sollte, und den Republikanern, deren Schmerzgrenze aktuell bei 1,6 Bio. $ liegt, bleibt bestehen. Allerdings ändert sich die Nachrichtenlage dazu stündlich. Die Finanzmärkte zeigen sich zuversichtlich, dass das Paket rechtzeitig auf den Weg geschickt wird. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?

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