Unternehmen / Ausland

Das Geschäft mit dem Klimaschutz floriert

Der Handel mit CO2-Zertifikaten ist für verschiedene Unternehmen lukrativ. Gegen die Erderwärmung nützt er aber wenig.

Der CO2-Markt ist jung und wenig transparent, und die Regeln sind unausgegoren. Zugleich ist die Nachfrage nach CO2-Zertifikaten, mit denen Unternehmen, Länder und Privatpersonen Treibhausgasemissionen kompensieren, enorm. Seit 2017 hat sich das Handelsvolumen beinahe verfünffacht und entspricht heute knapp einem Drittel der jährlich in die Atmosphäre ausgestossenen Klimagase. Effektiv kompensiert wird bloss ein Bruchteil der jährlichen Emissionen. Das Handelsvolumen ist deutlich höher, weil viele Zertifikate mehrmals pro Jahr die Hand wechseln.

Doch dem Klima bringt der Handel bisher nichts, die Emissionen steigen weiter. Das liegt am System: Ein Kompensationsprojekt, zum Beispiel eine Solaranlage in Thailand, verkauft CO2-Zertifikate in der Menge, in der dank des CO2-ärmeren Solarstroms Treibhausgase vermieden werden. Der Käufer der Zertifikate darf das in Thailand vermiedene CO2 dann emittieren. Ein Nullsummenspiel.

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