Märkte / Makro

Das globale Industriewachstum stagniert

Während sich die Lage in der US-Industrie stabilisiert, verlieren Europa und Japan an Schwung. Die Schwellenländer sind die grösste Schwachstelle.

Die neusten Industrieumfragen zeichnen ein düsteres Bild der globalen Konjunktur. Gegenüber Januar hat sich die Stimmung in den meisten Industriestandorten verschlechtert. Positive Ausnahmen sind für einmal die Schweiz und die USA.

Der globale Einkaufsmanagerindex (Purchasing Managers Index, PMI) ist im Februar von 50,9 auf 50,0 gefallen, den tiefsten Stand seit Ende 2012. Werte über 50 signalisieren eine Expansion, Werte darunter stehen für eine Kontraktion im Industriesektor. Bei 50 halten sich zustimmende und abwertende Antworten die Waage, man spricht von Stagnation.

Schwaches China

Ausschlaggebend für den Rückgang waren die Umfragewerte aus China, Japan und Europa. Die Schwäche in Chinas Industriesektor hat sich im Februar akzentuiert. Der PMI der Mediengruppe Caixin ist von 48,4 auf 48 gefallen, der offizielle Index aus Peking gab 0,4 Punkte auf 49,0 nach. Der japanische Einkaufsmanagerindex ist von 52,3 auf 50,1 gesunken. Damit deuten die Aussagen der Chefeinkäufer auf eine Stagnation in Japans Sekundärsektor hin. Sollte sich der Yen trotz Negativzinsen und Wertschriftenkäufen der Bank of Japan weiter aufwerten, droht wohl auch Nippon eine industrieweite Kontraktion.

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