Unternehmen / Finanz

Das grosse Bangen im Investment Banking

Grössere Kapitalmarkttransaktionen sind auf Eis gelegt. Zwar stützt das Anleihengeschäft die Investmentbanken, doch der Gesamtausblick ist trüb.

Die Stimmung im Investment Banking ist schlecht: Das Geschäft stockt, der Ausblick ist, sofern überhaupt möglich, eingetrübt. Schon die Finanzkrise hatte den Bereich erschüttert. Reorganisationen und Stellenabbau folgten auf Gewinneinbrüche, einige Banken zogen sich aus dem Kapitalmarkt­geschäft zurück. Die aktuelle Krise hat das Potenzial, zu einer erneuten Bereinigung der Branche zu führen.

Der Gewinn der Geldhäuser droht in den kommenden Quartalen einzubrechen. Wie stark, zeigt eine neue Studie des Beratungsunternehmens Oliver Wyman, an der auch US-Bank Morgan Stanley beteiligt war. Für den Fall einer tiefen ­Rezession von acht Quartalen prognostizieren die Autoren für Investmentbanken einen Einbruch um 250% – der Gewinn wäre in dem Fall über zehn oder mehr Quartale rückläufig. Selbst bei einer mittelschweren Rezession wird mit fünf bis sechs Quartalen gerechnet. Und: Bei einigen Banken dürfte die Eigenkapitalrendite un­ter 5% sinken. Eine Rendite von 10% oder höher gilt als wertschaffend für die Aktionäre.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.