Archiv

Das Hochzinssegment bleibt attraktiv

Internationale Anleihen

Adrian Hull, Kames Capital

Seit Jahresbeginn haben sich die Erwartungen über Zinsenerhöhungen in den USA dramatisch reduziert. Das führte zu einer starken Unterstützung von Hochzins- und Schwellenländeranleihen. Das solide Wachstum der USA von rund 2% und potenziell höhere Zinsen wurden durch den «Tiefer für Länger»-Zinszyklus verzerrt. Dieser langsame Bewegungsablauf kommt dem Hochzinsbereich weiterhin zugute.

Die Aussichten des Sektors bleiben also gut: Zuallererst sichern tiefe Zinsen ein genügendes Angebot für Banken und den Anleihenmarkt. Die Anlagechancen sind ausgedünnt und die Banken fahren fort, grössere Unternehmen mit starken Cashflows zu finanzieren. Dadurch werden Emittenten mit Anlagequalität (Investment Grade, IG) und viele
Hochzins-Schuldner mit Bonitätsnoten von BB und B bevorzugt. Zweitens wurden die Hochzinsrenditen im laufenden Jahr hauptsächlich von der Kurserholung der Öl- und Energiepreise getrieben. Der US-Kernmarkt der BB- und B-Emittenten hatte ebenfalls ein gutes Jahr. Mit gesunden Renditen von rund 10% gibt es Raum für eine gute Entwicklung. Die aktuellen Spreads sind nicht hoch und liegen im langfristigen Durchschnitt, ebenso die Ausfallraten. Die meisten Ausfälle gibt es im Energie- und Minensektor.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare