Märkte / Makro

Das lange Warten auf das Brexit-Desaster

Fünf Jahre nach dem Ja Grossbritanniens zum EU-Austritt hat sich kaum eine der negativen Voraussagen bewahrheitet.

Die hoffnungsvollen Neuigkeiten kommen ausgerechnet aus Sunderland. Die nordenglische Stadt hatte im Juni 2016 die Finanzmärkte geschockt, nachdem sie als erster Ort eine Ja-Mehrheit für den Brexit bekanntgab. Das warf Schockwellen durch die Börsen, das Pfund stürzte im Nachthandel ab. Nun hat vor zwei Wochen Nissan, Sunderlands grösster Arbeitgeber, bekanntgegeben, dass er massiv ins lokale Werk investieren wolle. Geplant ist die grösste Batterie-Gigafactory, die das Vereinigte Königreich je gesehen hat.

Dabei war nach der Abstimmung prophezeit worden, dass Nissan sich aus England verabschieden könnte. Denn in Nordengland werden nicht nur Autos für den britischen Markt, sondern auch für Europa hergestellt. Jegliche Hindernisse für die Lieferkette zögen teure Folgen nach sich. Dennoch hat Nissan ein wichtiges Bekenntnis abgegeben. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

Marc Schnoz 19.07.2021 - 21:50

Meine Wenigkeit hat schon zu Beginn der Brexitidee gesagt: Wenn eine Nation in Europa den Ausstieg aus der EU schafft, dann die Briten.