Unternehmen / Ausland

Das Leiden der Sharing Economy

Es ist nicht die beste Zeit, Dinge mit Fremden zu teilen. Die Fahrtenvermittler Uber und Lyft bekommen das zu spüren.

Selbst in guten Zeiten schafften es Uber und Lyft mit ihrem Geschäftsmodell nicht mal in die Nähe  eines positiven Ergebnisses. Jetzt haben die Coronakrise und der mit der Epidemie verbundene Lockdown in vielen Ländern der Welt die beiden Fahrdienstvermittler voll erwischt. Uber hat die Prognose für das laufende Jahr schon kassiert, für Lyft ist ein solcher Schritt wohl fällig. Investoren brauchen viel Vertrauen in die Zukunfts­fähigkeit der Unternehmen.

Uber und Lyft zählen zur Sharing oder auch Gig Economy, also zu den Unter­nehmen, die Dienstleistungen oder Produkte vermitteln. Dabei bringen Uber und Lyft im Wesentlichen Fahrer mit Passa­gieren zusammen. Die beiden Plattformen lassen sich diese Dienste über Pro­visionen vergelten. Wobei Uber sowohl international als auch von den angebotenen Diensten her deutlich breiter aufgestellt ist als Lyft. Zur Sharing Economy ­gehören als weitere prominente Unternehmen auch die Zimmervermittlung Airbnb und WeWork, wo sich übergangsweise oder auf Dauer ein Arbeitsplatz mieten lässt. Allen Gesellschaften ist gemein: Ihre mehr oder minder fragilen Geschäftsmodelle geraten wegen der Coronapandemie und der damit verbundenen verschärften Hygienevorschriften ins Wanken. Es ist nicht die beste Zeit, Dinge von oder mit Fremden zu nutzen.

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Leser-Kommentare

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Patrick Müller 23.04.2020 - 13:04
Besten Dank für den Artikel! Die Gegenwart und Vergangenheit von Uber wurden sehr gut beschrieben. Wie sehen Sie aber die Zukunft mit der wachsenden Arbeitslosigkeit in den USA? Kann man davon ausgehen dass die Hälfte aller neuen Arbeitslosen entweder in einem Amazon Warehouse landet oder als Uber Fahrer anheuert (zumindest als Übergangslösung)? Wenn diese Annahme zumindest als mögliches Szenario in… Weiterlesen »