Soll man auf Momentum, Bewertungen oder Makrodaten setzen? Stellen Sie sich eine Podiumsdiskussion mit drei Experten vor: einem fundamentalen Analysten, einem Volkswirt und einer technischen Analystin. Sie würden sehr wahrscheinlich aneinander vorbeireden und die andere Richtung nicht ernsthaft gelten lassen. Kurz vor Ende der Sendung würde die Moderatorin ­jeden einzeln die Frage beantworten lassen, in welchen Segmenten des Marktes Kurspotenzial erblickt werde.

Der Volkswirt würde Banken nennen und seine Wahl begründen mit der Konjunkturerholung, der erwar­teten Reflationierung der Wirtschaft, den leicht steigenden Zinsen verbunden mit der Bereitschaft der Noten­banken, den Anstieg zu bremsen, wenn er zu steil werde.

Identische Erwartungen

Der fundamentale Analyst würde auf Banken tippen weil man für 80 Rp. 1 Fr. bekomme. Und die technische Analystin würde mit Hinweis auf die während rund neun Monaten gebildeten Bodenformationen und das neuerdings beachtliche Aufwärtsmomentum ebenfalls Bankaktien nennen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?