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Das neue Anlagezertifikat auf das FuW-Risk-Portfolio

«Finanz und Wirtschaft» lanciert in Zusammenarbeit mit Leonteq erstmals ein Anlageinstrument, das sich auf ein bewährtes FuW-Portefeuille bezieht.

Das FuW-Risk-Portfolio aus Schweizer Aktien wird von der Redaktion geführt, in der «Finanz und Wirtschaft» publiziert und hat einen langen Erfolgsausweis. Jetzt können Anleger ins Risk-Portfolio investieren, mit dem neuen Anlagezertifikat, das seit Freitag an der Börse SIX Swiss Exchange gehandelt wird.

Ziel der FuW-Redaktion ist, das Risk-Portfolio unseren Lesern und weiteren interessierten Anlegern mit einem einfachen, transparenten, günstigen und langfristig verfügbaren Anlageinstrument zugänglich zu machen. Das Portfolio wird weiterhin von der Redaktion geführt und wie bisher vierteljährlich veröffentlicht.

Klare Rollenteilung

Das FuW-Anlagezertifikat bildet das Risk-Portfolio direkt ab. Es ist das einfachste strukturierte Produkt – ohne Barriere, Coupon, Kapitalschutz oder Hebel. Klassifiziert wird es vom Schweizerischen Verband für Strukturierte Produkte (SVSP) als Partizipationsprodukt respektive Tracker-Zertifikat. Die Performance des Risk-Portfolios wird als Index kalkuliert, das spielt keine Rolle für den Anleger. Er trägt das Risiko, dass das Portfolio an Wert verliert.

Emittent des FuW-Anlagezertifikats ist Leonteq (LEON 46.26 -1.07%). Die Rollen sind klar zugewiesen. Die FuW-Redaktion wählt die Aktien für das Risk-Portfolio aus. Leonteq ist Herausgeber des Zertifikats und übernimmt die technische Durchführung. Der Emittent stellt an der Börse fortwährend Geld- und Briefkurse und wickelt den Handel ab.

Gebühren und Dividenden

Das Zertifikat kostet den Anleger eine Verwaltungsgebühr von 0,7% pro Jahr. Wenn die FuW-Redaktion die Aktien im Risk-Portfolio umschichtet, entstehen für den Anleger keine Kosten, sie sind in der pauschalen Verwaltungsgebühr eingerechnet. Für den Bargeldbestand im Portfolio wird kein Negativzins erhoben. Die Verwaltungsgebühr wird dem Zertifikat belastet, d. h. sie schmälert die Performance.

Im Börsenhandel beträgt die Geld-Brief-Spanne 0,7%. Dazu kommen die gewohnten Kosten für alle Anleger wie Depotgebühr und Courtage, die nichts mit dem Zertifikat zu tun haben.

Das Anlagezertifikat enthält keine Vertriebsgebühr – sie wird bei vielen strukturierten Produkten für die Beratung und den Verkauf erhoben. Leonteq kann jedoch mit Vertriebspartnern vereinbaren, dass diese einen Ausgabeaufschlag (Agio) von bis zu 1% erheben dürfen, wenn sie das Anlagezertifikat eigenen Kunden verkaufen. Wer hingegen das Zertifikat über seine Hausbank oder seinen Online-Broker an der Börse kauft, zahlt keinen Ausgabeaufschlag und keine Vertriebsgebühr.

Die Dividenden der Aktien im Risk-Portfolio werden reinvestiert oder dem Barbestand zugerechnet. Dabei wird die Verrechnungssteuer (VST) von 35% von den Dividenden abgezogen. Das ist bei strukturierten Produkten üblich und wird vom Branchenverband SVSP empfohlen. Grund dafür sind zwei Bundesgerichtsentscheide, wonach bei Absicherungsgeschäften mit Aktien für Derivate die VST nicht rückerstattet wurde. Seither ist ungewiss, ob die Eidgenössische Steuerverwaltung die VST für Aktien in Tracker-Zertifikaten erstatten wird. Die Frage wird von den Behörden und der Bankiervereinigung erörtert, der Entscheid steht aus.

Das Risk-Portfolio wird ohne Gebühren berechnet. Wegen der Verwaltungsgebühr und der Verrechnungssteuer auf den Dividenden hinkt das Anlagezertifikat dem Risk-Portfolio ein wenig hinterher. Der Verlauf des Zertifikats wird künftig bei der vierteljährlichen Publikation des Risk-Portfolios ausgewiesen.

Aktien- und Bonitätsrisiko

Neben dem Risiko, dass die Aktien im Risk-Portfolio sinken, trägt der Anleger das Gegenparteirisiko: Zertifikate sind Schuldverschreibungen, der Emittent ist Schuldner und der Anleger ist Gläubiger. Leonteq hat eine hohe Kernkapitalquote (Pro Forma Core Equity Tier-1-Ratio) von 23,3%. Am 14. Januar hat Leonteq von der Agentur Fitch das Rating BBB– erhalten, das ist die unterste Bonitätsnote im Bereich Anlagequalität (Investment Grade). Der Ausblick von Fitch ist positiv.

Leonteq ist seit der Gründung im Jahr 2007 auf strukturierte Produkte spezialisiert und hat sich als Start-up-Unternehmen in der Finanzkrise und der Eurokrise behauptet. 2012 folgte der Börsengang.

Um den Partner für das FuW-Anlagezertifikat auszuwählen, hat «Finanz und Wirtschaft» unter allen wichtigen Schweizer Emittenten Angebote eingeholt. Dasjenige von Leonteq hat das Ziel eines einfachen, transparenten und günstigen Anlageinstruments am besten erfüllt.

Als Instrument hat FuW das Zertifikat gewählt, eine Alternative wäre ein Fonds gewesen. Das Zertifikat bringt weniger Kosten mit sich und kann auch mit einem kleinen Anlagevermögen langfristig geführt werden. Fonds oder Exchange Traded Funds (ETF) mit geringen Assets werden vom Fondshaus oft geschlossen.

FuW-Leser können das Risk-Portfolio weiterhin als Entscheidungshilfe für den Kauf von Aktien heranziehen. Neu können sie mit einer einzigen Börsentransaktion das gesamte Portfolio in ihr Depot legen.

Leser-Kommentare

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Leo Amrhein 19.01.2019 - 14:28

Eine gute Idee. Ich werde es mir überlegen.?

Hans Geisser 19.01.2019 - 16:29

ich denke es ist eine gute sache