Märkte / Makro

Das Pfund nimmt viel Negatives vorweg

Seit dem Brexit hat das Pfund massiv an Wert verloren, gegenüber dem Dollar notiert es gar auf einem Dreissigjahrestief. Doch der Tiefpunkt scheint erreicht.

Minus 16%. Das ist die Kursveränderung des britischen Pfunds zum Dollar allein seit Jahresanfang. Damit hat die Währung zwar knapp besser abgeschnitten als der angolanische Kwanza (–19%) – aber gleich schlecht wie der mongolische Tugrik (–16%). Diese Rangliste zeigt bereits, in welch ungewohnter Situation sich das Vereinigte Königreich befindet. Seit der Brexit-Abstimmung vom 23. Juni herrscht Unruhe im Land, die Verunsicherung ist gross – und die wirtschaftlichen Aussichten sind ungewiss. All dies lastet auf dem Pfund.

Der Schwund des Pfunds ist eindrücklich: Gegenüber dem Franken handelt es auf einem Fünfjahrestief. Anfang Juni kostete es noch rund 1.40 Fr. Mittlerweile sind es 1.19 Fr. oder fast 14% weniger. Noch eindrücklicher ist die Entwicklung gegenüber dem Dollar. Für Amerikaner ist das Pfund aktuell so günstig wie zuletzt 1985, als Margaret Thatcher Premierministerin war.

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