Unternehmen / Finanz

Das Private Banking in der Schweiz hat Rückenwind

Die gute Verfassung der Märkte verhindert, dass 2013 für die Vermögensverwaltungsbranche zu einem Annus horribilis wird. Die Konsolidierung wird weiter auf sich warten lassen.

Vor wenigen Wochen und Monaten noch stellten Berater und Medien für die Schweizer Privatbankenbranche ein Annus horribilis in Aussicht. Begründet wurden die düsteren Prognosen mit fallenden Erträgen, dem regula­torisch bedingten Abzug von Vermögen sowie dem hohe Kosten verursachenden Regulierungsschub. Nur dank der Auflösung von stillen Reserven und von Rückstellungen würden viele Privatbanken überhaupt überleben.

Die Untergangsszenarien sind nicht eingetroffen. Den Privatbanken geht es besser als befürchtet.

Verbesserung

Privatbanken sind zwar sehr diskret, auch was das eigene Geschäft betrifft. Der positive Trend ist jedoch ein offenes Geheimnis, wie Gespräche in der Branche deutlich machen. «Wir sind im ersten Halbjahr über Budget und positiv überrascht», sagt Christoph Gloor, Teilhaber der Privatbank La Roche. Die Bank habe vorsichtig budgetiert und profitierte von der positiven Entwicklung der Märkte. «Das zweite Halbjahr gehen wir verhalten-optimistisch an.» Es sei aber schwierig, eine Prognose abzugeben, zumal eine Korrektur an den Märkten nicht ausgeschlossen sei.

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