Märkte / Makro

Das Rätselraten um die Zinswende

Wann steigen die Langfristzinsen endlich nachhaltig? Seit vielen Jahren treibt diese Frage die Bondanleger um. Was für das kommende Jahr zu erwarten ist.

Das Wort Zinswende löst bei vielen Investoren einiges an Sarkasmus und im besten Fall ein lethargisches Schulterzucken aus. Zu oft wurde sie in den vergangenen Jahren heraufbeschworen. Selbstverständlich gab es immer wieder ein temporäres Aufbäumen der Renditen, doch der Trend nach unten war übermächtig.

Die Pandemie eröffnete nochmals neue Dimensionen, was Negativ- und Niedrigzinsen betrifft. Insbesondere in Europa beschreibt die Renditekurve in der Zwischenzeit fast eine horizontale Linie – selbst Anleger, die sich bei Anleihen über lange Laufzeiten binden, erhalten kaum eine Risikoprämie in Form von höheren Zinsen. In Deutschland und der Schweiz befindet sich die Rendite zehnjähriger Staatspapiere ebenso im negativen Bereich wie der jeweilige Leitzins. Die klassische Strategie von Privatanlegern, Anleihen zu kaufen, bis zum Ende der Laufzeit zu halten und den Coupon zu kassieren, geht schon lange nicht mehr auf. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?

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