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Das sagen Analysten zu UBS

Die Grossbank bleibt im letzten Quartal 2018 unter den Erwartungen. Schuld daran ist laut Experten vor allem das Investment Banking.

Die Grossbank UBS (UBSG 8.656 -1.5%) hat mit den Zahlen für das vierte Quartal 2018 die Erwartungen der Analysten weitgehend verfehlt. Mit einem Reingewinn von 696 Mio. $ und einem rapportierten Vorsteuergewinn von 862 Mio. lag der Ertrag unter den Konsensprognosen von 751 Mio. respektive 960 Mio. $. Insbesondere das Investment Banking enttäuschte die Experten, und auch die verwalteten Kundenvermögen fielen tiefer aus als prognostiziert. Im Schlussquartal musste UBS einen Abfluss im Umfang von 7,9 Mrd. $ hinnehmen. Die vorgeschlagene Erhöhung der Dividende von 0.65 auf 0.70 Fr. je Aktie war bereits im Vorfeld erwartet worden. Entsprechend standen die Aktien am Dienstagmorgen stark unter Druck.

Zürcher Kantonalbank

Infolge des Rückgangs beim Kundenvermögen senkt die Zürcher Kantonalbank die Schätzungen. Der Vermögensabfluss im letzten Quartal sei enttäuschend, «die übrigen Eckwerte erachten wir für das schwierige Quartal als mehr als akzeptabel», schreibt ZKB-Analyst Javier Lodeiro. Die Enttäuschung führt die ZKB ausschliesslich auf die Investment Bank zurück, wo sie die Schätzungen am stärksten reduzieren werde. «Die Dividende fiel mit 0.70 Fr. je Aktie im Rahmen unserer Schätzung sowie der Markterwartung aus», schliesst Lodeiro.

Vontobel

Auch die Bank Vontobel (VONN 44.24 -4.61%) hatte einen höheren bereinigten Vorsteuergewinn erwartet, sie führt die Entwicklung vor allem auf den Umsatzrückgang im Investment Banking und den gestiegenen Verlust im Corporate Center zurück. Das globale Vermögensverwaltungsgeschäft lag gemäss Vontobel-Analyst Andreas Venditti «wegen der höheren Kosten geringfügig unter den Schätzungen». Vontobel erwartet zudem, dass UBS im Jahr 2019 Aktien im Wert 600 Mio. $ zurückkaufen wird. Angekündigt hat die Grossbank ein Rückkaufprogramm im Umfang von bis zu 1 Mrd. $.

Baader Helvea

Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt die Baader Bank. Der Fehlschlag sei vor allem auf eine enttäuschend schlechte Performance des Investment-Banking-Geschäfts zurückzuführen, das sich vor dem vierten Quartal tatsächlich einer starken Dynamik erfreute. «Die wichtigste Einheit Global Wealth Management zeigte eine robuste Bruttomarge und ein im Grossen und Ganzen erwartungsgemässes Ergebnis, obwohl die investierten Vermögenswerte 3% unter den Erwartungen liegen», schreibt Analyst Tomasz Grzelak.

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