Kupfer und Eisenerz, Aluminium und Zink, Nickel und Kohle: Ohne sie kann kein Auto, kein Kühlschrank, keine Brücke, kein Hochhaus, kein Flugzeug gebaut werden. Sie sind der Grundstoff für die Weltwirtschaft. Und doch: Die fünf weltgrössten Bergbaukonzerne haben an der Börse einen schweren Stand, kaum ein Sektor ist unbeliebter. Die kumulierte Marktkapitalisierung von BHP Billiton, Rio Tinto, Glencore, Vale und Anglo American beträgt gegenwärtig 226,5 Mrd. $. Das ist deutlich weniger als der Börsenwert des sozialen Netzwerks Facebook. Der Grund für die Kursbaisse: Die Rohstoffpreise sind auf das niedrigste Niveau seit dreizehn Jahren gefallen. Die Abkühlung Chinas sowie ein Überangebot in der Produktion setzen den Rohstoffförderern zu. Wieso aber drosseln sie ihre Produktion nicht? Ivan Glasenberg, CEO von Glencore, hatte am 13. September am Stars-Symposium in Stein am Rhein eine entwaffnende Antwort: «Weil wir die dümmste Industrie der Welt sind.» Die Unternehmen in der Branche würden von Mineningenieuren geführt. «Die können nur eins: Löcher graben und herausholen, was sie finden», lamentierte Glasenberg, der in jungen Jahren in Südafrika Buchhaltung studiert hatte. «Gäbe es uns morgen nicht mehr, stünde die Welt still. Gäbe es Facebook morgen nicht mehr, würden höchstens unsere Kinder für zwei Minuten ausflippen», sagte Glasenberg. Unrecht hat er nicht.