Märkte / Derivate

Das strukturierte Portfolio

Für Derivatanbieter steigerte der Computer einst die Marge, nun sorgt er für mehr Wettbewerb.

Manche Anleger sind zu sorglos», sagte der Zuger Finanzprofessor Maurice Pedergnana vergangenen Mittwoch am FuW-Forum. Sie hätten strukturierte Produkte auf Nebenwerte wie AMS oder Leonteq gekauft, mit einer viel zu hohen Barriere – was einem geringen Risikopuffer gleichkommt.

Doch der Aktienkurs des Halbleiterherstellers AMS ist seit Anfang Jahr 70% eingebrochen, und die Titel des Derivatspezialisten Leonteq haben 26% eingebüsst. Solch volatile Basiswerte bringen im Barriereprodukt einen hohen Coupon. Doch davon dürften sich Anleger nicht blenden lassen, mahnte Pedergnana.

Nebenwerte mit Risiko

Der Coupon sei nämlich kein Zins, pflichtete Jürg Brupbacher bei, er ist Präsident der Anlagekommission der Pensionskasse der Stadt Olten und Gründer von JBV Vermögensverwaltung. Der Coupon sei eine Risikoprämie: Je höher diese Prämie, desto grösser sei das Risiko. Brupbacher empfiehlt, mit Barriereprodukten ein gewisses Risiko einzugehen, um den Ertrag im Portfolio zu steigern. Das ist auch das wichtigste Ziel der Forumsteilnehmer, wie eine Umfrage vor Ort gezeigt hat.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare