Märkte / Aktien

Das Vereinigte Königreich in der Preisklemme

Die Bank of England hat den Zinserhöhungsreigen eröffnet. Doch dem britischen Aktienmarkt scheint diese Kur durchaus zu bekommen.

Die Bank of England (BoE) hat den neuen Pfad der geldpolitischen Tugend im Dezember verlassen und die Finanzmärkte mit einer Leitzinserhöhung überrascht. Somit ist sie die erste der G-7-Notenbanken, die an der Zinsschraube dreht. Solch ein unerwartetes Manöver verbietet sich eigentlich im Rahmen der Forward Guidance, die die Öffentlichkeit zeitig und gründlich auf Änderungen in der Geldpolitik vorbereiten soll.

Die Zinserhöhung um 15 Basispunkte auf 0,25% am 16. Dezember folgte der Beendigung des Wertpapierkaufprogramms am Vortag. Selbst wenn bei einigen Notenbanken die Zeichen auf langsame Normalisierung der Geldpolitik stehen, kam die Zinsstraffung der BoE für viele Ökonomen zur Unzeit. Gerade erst hatten Warnungen der Gesundheitsbehörden angesichts der Omikronwelle die Bevölkerung in lockdownartiges Verhalten zurückversetzt, und der als Konjunkturindikator viel beachtete Einkaufsmanagerindex erreichte ein Zehnmonatstief.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?