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Unternehmen / Schweiz

Das waren 2016 die besten Schweizer Aktien

Die Tops und Flops an der Schweizer Börse: Eine kleine Genfer Bank holt im SPI Gold, eine grosse Zürcher Bank belegt im SMI den letzten Platz.

Sowohl der Gesamtindex SPI (–1,5%, inklusive Dividenden) wie der Swiss Market Index (SMI, –6,7%) schlossen das Börsenjahr 2016 im Minus. Massgeblichen Anteil daran hatten die Pharmaschwergewichte Novartis und Roche, die beide mehr als 10% nachgaben. Das Schlusslicht unter den Blue Chips bildeten die Aktien der Grossbanken. Die Credit Suisse büsste fast ein Drittel ihres Börsenwerts ein.

SMI-Gewinner waren mit grossen Vorsprung Actelion. Die Valoren des Basler Pharmaunternehmens wurden am Schluss durch Übernahmefantasien hochgetrieben. Gut möglich, dass 2017 ein Angebot von Johnson & Johnson auf den Tisch kommt. Mit kleineren Biotech-Unternehmen verloren Anleger aber viel Geld, so mit Kuros (–45%) und Santhera (–41%).

Die Investoren rechnen offenbar mit einer Konjunkturerholung im kommenden Jahr. Etliche Industrietitel imponierten mit einer weit überdurchschnittlichen Gesamtperformance (Kursgewinn plus Dividende). Im SMI waren es ABB und Geberit. Während der Sanitärtechniker die finnische Sanitec rascher als erwartet integriert hat, war im Fall von ABB eher das Engagement aktiver Investoren wie Cevian der Kurstreiber.

And the winner is…

Gewinner 2016 waren mit +208% die Titel der kleinen Genfer Vermögensverwaltungsbank Profil de Gestion. Im Publikum sind allerdings kaum mehr Valoren gestreut. Die Silbermedaille holten sich die Aktien von Dottikon ES, die sich mehr als verdoppelt haben. Das auf Feinchemikalien spezialisierte, von Markus Blocher kontrollierte Unternehmen hat Umsatz und Gewinn im ersten Semester des Geschäftsjahres 2016/17 deutlich gesteigert. Aus dem Industriesektor ragten ausserdem Bobst, Arbonia, Implenia, Adval Tech, Gurit und Schweiter hervor.

Auf der anderen Seite verzeichnete Accu Holding besonders herbe Kursverluste. Die Aktien sind ab Anfang 2017 vom Handel ausgesetzt, gegen den Hauptaktionär läuft ein juristisches Verfahren. Eine glatte Enttäuschung waren auch Leonteq, die drei Viertel ihres Werts verloren haben. Die Wachstumspläne des Derivathauses erlitten einen argen Dämpfer.

Börsenneulinge driften auseinander

Auch zwei Neuzugänge rangieren unter den Tops und Flops 2016. Fast in die Medaillenränge kamen VAT Group, obschon der marktführende Hersteller von Vakuumventilen erst seit Mitte April an der Börse präsent ist. Gänzlich unzufrieden werden dagegen die Aktionäre des Softwaresicherheitsunternehmens Wisekey sein. Die Papiere wurden gemessen am Erstkurs Ende März fast zwei Drittel zurückgestuft.