In vielen Weingütern in der Schweiz werden derzeit die ersten Tropfen des Jahrgangs 2018 abgefüllt. Es handelt sich fast durchweg um qualitativ hervorragende Weine in rekordhohen Mengen. Insgesamt wurden in der Schweiz 1,1 Mio. Hektoliter Wein geerntet – 40% mehr als im schwachen 2017 mit seinen Frostschäden. Das zehnjährige Mittel wurde 13% übertroffen. Die mit Abstand grösste Ernte wurde im Kanton Wallis eingebracht. Der Kanton ist mit einer Rebfläche von 4804 Hektar das grösste Weinbaugebiet der Schweiz. Es folgt mit relativ deutlichem Abstand die Waadt. Die Rebfläche der Nummer drei, des Kantons Genf, ist nicht einmal mehr halb so gross wie die der Waadt. Auf Platz vier rangiert das Tessin. In diesen vier Kantonen konzentrieren sich drei Viertel der Rebbaugebiete der Schweiz. Diese Konzentration bedeutet jedoch keineswegs, dass in anderen Teilen der Schweiz keine Rebstöcke zu finden sind. Auf Rang fünf folgt Zürich mit 610 Hektar, vor Schaffhausen und Graubünden. In der Zwischenzeit sind in sämtlichen 26 Kantonen der Schweiz Reben angepflanzt. Zum Teil sind es nur marginale Flächen, wie etwa im Kanton Glarus mit 2 Hektar. Oft stehen dahinter begeisterte Hobbywinzer, die meist sehr gute Qualitäten keltern. Die Schweiz kultiviert auch in Sachen Wein eine grosse Vielfalt – den Weinfreund freut’s, es gibt viel Gutes zu entdecken.