Die Schweiz ist ein rohstoffarmes Land – Wasser ist gemäss landläufiger Meinung der einzige in grossen Mengen vorhandene Rohstoff. Neben dem Wasser verfügt die Schweiz jedoch noch über einen zweiten Rohstoff. Das «weisse Gold»: Salz. Es wird gefördert durch die Salinen Riburg (AG), Schweizerhalle (BL) und Bex (VD). In der Schweiz haben die Kantone ein Salzregal (Monopol). Sie haben sich zusammengeschlossen und betreiben, zusammen mit dem Fürstentum Liechtenstein, die Schweizer Salinen mit den drei Werken. Die Fördermengen betragen zwischen 500 000 und 600 000 Tonnen Salz pro Jahr. Der Absatz unterliegt grossen Schwan­kungen: einem Höchststand von über 641 000 t (2010) steht der Tiefpunkt von gut 354 000 t (2007) gegenüber. Die Un­terschiede sind zum grossen Teil witterungsbedingt. Rund die Hälfte des Salzabsatzes entfällt auf Auftausalze. Speisesalz folgt erst auf Rang vier mit einem Anteil von 8,4%. Ein nennenswerter Aussenhandel mit Salz findet nicht statt. ­Abgesehen von Nachbarschaftshilfe über die Grenze gibt es einzig für das Premium-Speisesalz der Saline Bex einen gezielten Aussenhandel – die Menge ist gering. Für die Sicherung der künftigen Salzversorgung sind die Salinen auf die Erschliessung neuer Vorkommen angewiesen – Probleme mit dem Landschaftsschutz sind programmiert. Im Boden schlummern Salzvorräte für mehrere hundert Jahre.