Unternehmen / Ausland

Das Wiener Aktienwunder

Eine Mischung aus Zyklikern und Banken mit Osteuropa-Geschäft beschert dem österreichischen Leitindex ATX ein Rekordjahr.

Die Wiener Börse gilt nicht unbedingt als Europas wichtigster Handelsplatz für Aktien. Geringes Marktvolumen, wenige IPO und Bankenskandale mit politischer Sprengkraft sorgen dafür, dass der Börsenwind in Europa woanders weht.

Wien bringt es mit einer Börsenkapitalisierung von 140 Mrd. € auf weniger als ein Zehntel von Zürich und liegt damit etwas hinter der Warschauer Börse. Österreichische Unternehmen sind traditionell stark über Fremdkapital finanziert. Österreichs Börsenkapitalisierung im Verhältnis zum BIP liegt mit 35% niedriger als in anderen westeuropäischen Ländern.

Die Pandemie hat die Karten neu gemischt und nun dem Alpennachbarn die beste Performance Europas seit Jahresbeginn beschert. Obwohl alle anderen wichtigen Leitindizes in Europa teils deutlich zulegten, wuchs der Wiener Leitindex mit einem Plus von 40% mehr als doppelt so stark wie der deutsche Dax. Dabei liegt der steilste Anstieg bei den Bewertungen nur wenige Wochen zurück: Im dritten Quartal übertrafen die österreichischen Firmen mit ihren Zahlen die Analystenerwartungen bisher ausnahmslos.

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