Unternehmen / Ausland

Datenleck beschädigt Credit Suisse weiter

Die Grossbank hat Konten für Despoten und Kriminelle geführt. Der Imageschaden ist gross.

Eine Schweizer Bank wie im Hollywood-Film: Millionen, Milliarden von Potentaten, Drogenbaronen und Folterknechten werden im Alpenland versteckt, wo diskrete Banker das Geld, ohne Fragen zu stellen, entgegennehmen und verwahren. Das ist das Bild, das die «Suisse Secrets» von Credit Suisse (CS) zeichnen. Das Ausmass des Datenlecks ist noch unklar. Klar ist, die Grossbank erfährt durch die Enthüllungen einen weiteren Rückschlag; auch der Kurs der CS-Aktien wurde Anfang Woche weiter ins Elend gedrückt.

Am Sonntagabend hat ein Journalistennetzwerk unter der Führung der «Süddeutschen Zeitung» den Inhalt eines Datenlecks in verschiedenen internationalen Medien publiziert. Es wurde dem Blatt von einer anonymen Quelle zugespielt. CS sah sich schon drei Wochen vor der Publikation mit den Vorwürfen des Netzwerks konfrontiert und hat in dieser Zeit Untersuchungen durchgeführt, heisst es aus der Bank. Mit einer internen Task Force, unterstützt durch einen externen Wirtschaftsprüfer, will man die Bemühungen fortsetzen.

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