Obwohl die Erholung des Deutschen Aktienindex vom Corona-Crash bereits extrem deutlich ausgefallen ist, scheint das Kaufinteresse nicht nachzulassen. Was vor wenigen Wochen aus markttechnischer Sicht noch fast unmöglich erschien, ist nun eine realistische Option: ein Test des 200-Tage-Durchschnittspreises.

Der Dax befindet sich auf der kurzfristigen Zeitebene in einer fast perfekten Aufwärtsbewegung. Nur gelegentliche Übertreibungen nach oben (blaue Kreise) über die Grenzen des statistisch wahrscheinlichen Schwankungsspielraums (dunkelgrau)  ziehen kleinere Konsolidierungsphasen nach sich. Doch diese Ausnahmesituationen nehmen ab und dürften bald wieder sehr selten werden, wie auch vor der Pandemie.

Und selbst wenn es nun wieder zu einer Korrektur des leicht überhitzten Marktes kommt, sollte sie spätestens an der Mittellinie der vor einigen Tagen durchbrochenen Tradingrange um 10’750 stoppen können.  Bereits die 11’200er-Marke könnte sich von einer ehemaligen Barriere zu einer vorgelagerten Stabilisierungszone wandeln.

Auch auf der mittelfristigen Zeitebene war das letzte Signal positiv (grün), da der Markt den Wendebereich um 11’500 erreicht hat, dort jedoch der befürchtete Anstieg der Verkaufsbereitschaft bisher ausgeblieben ist. Dieser dürfte zwar spätestens am 200-tägigen Mittelkurs des Marktes im Bereich der 12’000er-Marke zunehmen, doch selbst die dann zu erwartende längere Pause könnte schon um 10’000 stoppen. Neue Tiefs des Index sind daher – zumindest für die nächsten Monate – nicht absehbar. Auf längere Sicht ist aber eine schwankungsintensive Seitwärtsbewegung nach wie vor das am meisten realistische Szenario. Eine vollständige Erholung des Dax nach einem dermassen starken Einbruch hat auch in den vergangenen Jahrzehnten stets sehr lange gedauert.


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Um auf eine weitere Aufwärtswelle zu spekulieren, lässt sich beispielsweise das vor einigen Tagen erstmals bereits vorgestellte 6x-Long-Faktorzertifikat der UBS (UBSG 11.26 1.99%) nutzen. Es verstärkt Kursgewinne des Dax jeden Tag aufs Neue auf das Sechsfache, wirkt aber auch in die Gegenrichtung.

(Quelle der Grafiken: www.iquant.ch)

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