Die starke Nachfrage deutet inzwischen auch auf der kurzfristigen Zeitebene wieder auf eine anhaltend stabile Entwicklung hin. Anleger sollten aber realistisch bleiben, was Kurszielvorstellungen angeht.

rotz mehrerer Mini-Verkaufssignale im April bleiben stärkere Kursverluste bisher aus. Im Gegenteil, der Deutsche Aktienindex erholt sich sogar bis an den oberen Randbereich seines kurzfristigen Schwankungskorridors (graue Fläche) der momentan bis über die 15’500er-Marke reicht. Spannend wird sein, ob Rückschläge an den zuletzt als Stabilisator versagenden Monatsdurchschnittspreis (blau) um 15’250 künftig wieder als Kaufgelegenheit genutzt werden. Wenn nicht, ist bestenfalls eine Seitwärtsbewegung denkbar, neue Hochs dürften dann erst einmal auf sich warten lassen.

Im Idealfall ist im mittelfristigen Schwankungskanal (blaue Fläche) sogar Luft bis 15’800 / 16’150 bevor die nächste Überhitzung auf dieser Zeitebene auftritt. Im Langfrist-Chart ist der DAX dagegen schon heiß gelaufen und hatte im April einen Richtungswechsel nach Süden am Hochpunkt vollzogen («Shooting Star»-Verkaufsformation). Dies ist ein Warnsignal, welches Anleger im Hinterkopf behalten sollten. Zu ambitioniert sollten die Gewinnziele aktueller Positionen daher besser nicht definiert werden.

Trading-Idee: Teilgewinnmitnahmen bei Long-Faktor-Zertifikaten wie der als Beispiel hier schon länger vorgestellten Valor 48958400 der UBS sind nach wie vor empfehlenswert. Kleinere Korrekturen können dann genutzt werden, um Long-Positionen in diesem Papier wieder neu aufzumachen oder aufzustocken.

Short-Spekulationen sind allerdings gut zu überlegen, denn sie wären gegen den übergeordneten Aufwärtstrend gerichtet. Entsprechende Papiere wie beispielsweise die Valor 54512257 sind daher nur für Mutige eine zusätzliche Option, um sich die Zeit während einer möglichen Mini-Korrektur zu vertreiben.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Leser-Kommentare